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In den vergangenen zehn Jahren haben rund 45.000 Schleswig-Holsteiner die zahnärztliche Verbraucherberatung im Lande in Anspruch genommen, mit steigender Tendenz. Bis Ende September verzeichnete die Patientenberatungsstelle für das Jahr 2005 bereits über 6.700 Anfragen. Am häufigsten nachgefragt wurde zu den Themen Festzuschüsse, Zahnersatz und außervertragliche Leistungen sowie Praxisgebühr und Abrechnungsfragen.
Ihre Bilanz nach zehn Jahren Zahnhotline und fünf Jahren Patientenberatung in den Verbraucherzentralen stellten Zahnärztekammer, Kassenzahnärztliche Vereinigung und die Verbraucherzentrale am Freitag in Kiel vor.
Der Präsident der Zahnärztekammer Hans-Peter Küchenmeister: "Mit der Zahnhotline steht den Verbrauchern in Schleswig-Holstein eine kostenlose landesweite Beratungseinrichtung mit Erreichbarkeit über Telefon, E-Mail, Fax und per Post zur Verfügung. Für Bürger, die eine persönliche Beratung durch einen zur Neutralität und Verschwiegenheit verpflichteten Zahnarzt oder eine Zahnärztin suchen, gibt es die zahnärztliche Beratung in den fünf Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein in Flensburg, Heide, Kiel, Lübeck und Norderstedt."
Verbraucherschutzministerin Dr. Gitta Trauernicht gratulierte der Zahnhotline zu ihrem Jubiläum: "Die Zahnhotline ist eine Hotline mit Biss. Das zeigt sich deutlich in der steigenden Nachfrage der von der Zahnärzteschaft und der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein eingerichteten Hotline. Auf der anderen Seite macht es deutlich, dass die Leistungsangebote und Kostenstrukturen für die Patienten bereits im Vorfeld der Behandlung transparenter werden müssen. Die Patienten als Kunden und Verbraucher sollten daher, wie bei anderen Leistungen auch, volle Verbraucherinformation über die erbrachten Leistungen und die Abrechnung erhalten."
Diese Beratung in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale trifft bei den Bürgern auf eine hohe Akzeptanz. In einer Befragung bekräftigten 98 Prozent der Ratsuchenden, jederzeit wieder eine solche Beratung in den Räumen der Verbraucherzentrale in Anspruch zu nehmen.
Im Mittelpunkt der Patientenfragen stehen mit 58 Prozent Behandlungsmöglichkeiten wie Implantate, Zahnersatz oder Füllungsalternativen. An zweiter Stelle folgen mit 19 Prozent allgemeine Fragen zum Beispiel nach Praxisspezialitäten, Behindertenbehandlung oder Meldungen in den Medien. Weitere Fragenkomplexe beziehen sich auf Kosten zahnärztlicher Leistungen, auf die Praxisgebühr, die Gesundheitsreform sowie auf Regresse und allgemeine Beschwerden. Fast drei Viertel der Ratsuchenden sind älter als 50 Jahre.
Dr. Wolfgang Richter, stellv. Vorsitzender der Kassenzahnärztlichen Vereinigung: "In diesem Jahr hatten wir bis zum 30. September 6.538 Anfragen bei der Zahnhotline, dies sind im Schnitt mehr als 27 Anfragen pro Tag. 2001 waren es noch täglich 19 Anrufe, Briefe, Faxe oder Mails im Durchschnitt. Eine ähnliche Steigerung registrieren wir auch bei der Patientenberatung in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Von 2004 auf 2005 hat die Zahl der Ratsuchenden um fast 40 Prozent zugenommen."
In den mehr als zehn Jahren ihres Bestehens haben sich im jährlichen Durchschnitt zwischen 4.000 und 4.500 Menschen an die Zahnhotline gewandt, also bis Ende September 2005 ca. 45.000 Ratsuchende.
Durch eine Befragung der Ratsuchenden bei Hotline und Patientenberatung haben die Zahnärzte sich Aufschluss über die Wünsche und Erwartungen der Verbraucher verschafft und auch deren Zufriedenheit mit dem Ergebnis der Beratung ermittelt.
Diese Befragung hat eine überaus hohe Zufriedenheitsquote der nicht repräsentativ ausgewählten Ratsuchenden mit den Einrichtungen Zahnhotline und der zahnärztlichen Beratung der Verbraucherzentrale erbracht. Beide Institutionen erfreuen sich bei den Patienten einer hohen Glaubwürdigkeit und Akzeptanz - zudem werden ihnen Kompetenz und Erfahrung bescheinigt.
Vielfach hervorgehoben und anerkannt ist auch die standespolitische Unabhängigkeit und Neutralität beider Beratungsstellen. Dies ist dokumentiert durch die Sinnprotokolle, die die Beratungszahnärzte anfertigen.
Es darf vermutet werden, dass es eine weiter steigende Nachfrage nach Beratungsleistungen dieser Qualität gibt. Für den steigenden Bedarf an zahnärztlicher Beratung und Verbraucheraufklärung spricht auch die manchmal als verwirrend empfundene und reißerische Medienberichterstattung über medizinische Themen und die für den Verbraucher unübersehbare Vielfalt von Werkstoffen und Behandlungsmethoden.
Die stellvertretende Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, Margrit Hintz: "Insgesamt sehen sich Verbraucherzentrale, Zahnärztekammer und Kassenzahnärztliche Vereinigung in Schleswig-Holstein auf dem richtigen Wege. In diesem Sinne stehen den Verbrauchern in Schleswig-Holstein mit der Zahnhotline und der persönlichen Beratung in der Verbraucherzentrale landesweite Beratungseinrichtungen von hoher Kompetenz und weitgehender Erreichbarkeit zur Verfügung. Wie die Statistik zeigt, steigt die Nachfrage. Daraus kann man einerseits den Bedarf der Menschen nach guten Beratungsangeboten ablesen, andererseits aber auch eine Bestätigung für die Qualität unserer gemeinsamen Beratungsarbeit."
Die Zahnhotline ist erreichbar unter:
Tel. 01803 260926,
E-Mail: info@zahnhotline.de oder
www.zahnhotline.de.
Informationen über die persönliche Beratung in den Räumen der Verbraucherzentrale
Schleswig-Holstein unter:
Flensburg: 0461/2 86 04;
Heide: 0481/6 17 74;
Kiel: 0431/5 15 33;
Lübeck: 0451/ 7 22 48;
Norderstedt: 040/ 5 23 84 55