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Der bundesweiten Ärztedemonstration am 18. Januar in Berlin schließen sich auch Zahnärzte aus Schleswig-Holstein an. Dem Aufruf von 40 ärztlichen und zahnärztlichen Berufsverbänden zur Protestkundgebung am 18. Januar in Berlin werden neben zahlreichen niedergelassenen Ärzten auch Zahnärzte folgen.
Zahnärztekammerpräsident Hans-Peter Küchenmeister hat viel Verständnis für diesen berechtigten Protest. "Die Gesundheitsberufe leiden unter den unzumutbaren Rahmenbedingungen ebenso wie die Patienten. Wenn Bürokratie, Budgetierung und Nullrunden bei der Gebührenordnung so weitergeführt werden, verliert bald der letzte noch hochmotivierte Arzt oder Zahnarzt die Lust an der Selbstständigkeit!"
"Das ganze Umfeld des Arzt- und Zahnarztberufes stimmt nicht mehr," erklärt der Vorstandsvorsitzende der Kassenzahnärztlichen Vereinigung, Dr. Peter Kriett. Die Verbürokratisierung binde immer mehr Zeit bei den Praxisinhabern und den qualifizierten Mitarbeiterinnen. Die begrenzten Mittel der gesetzlichen Krankenkassen führten bei vielen Krankenkassen zu einer unvermeidlichen Rationierung.
Hinzu kommt, dass die Zahnärzte seit 18 Jahren mit Nullrunden bei der privaten Gebührenordnung (GOZ) auskommen müssen.
"Dass wir dennoch in Schleswig-Holstein eine gute zahnmedizinische Versorgung haben, ist ausschließlich dem Engagement der niedergelassenen Zahnärztinnen und Zahnärzte zu verdanken, die durch Honorarverzicht und mit zusätzlichem Verwaltungsaufwand im ambulanten Bereich die Versorgung aufrechterhalten," analysiert Küchenmeister, "Das müssen die Heilberufe dem Bundesgesundheitsministerium klarmachen und Änderungen anstreben, argumentativ und wenn das nicht hilft, dann eben auch demonstrativ!"