Zahnärztekammer Schleswig-Holstein - Pressemeldung

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Verbraucherbildung für Kinder und Jugendliche

Weltverbrauchertag am 15. März

(ZÄK SH) Anlässlich des Weltverbrauchertages am 15. März hat die Zahnärztekammer Schleswig-Holstein auf ihre Aktivitäten im Bereich der zahnärztlichen Verbraucherberatung hingewiesen. Wie Kammerpräsident Hans-Peter Küchenmeister am Dienstag in Kiel sagte, hätten in den vergangenen zehn Jahren rund 45.000 Schleswig-Holsteiner die zahnärztliche Verbraucher­beratung im Lande in Anspruch genommen, mit steigender Tendenz. Am häufigsten nachgefragt wurde zu den Themen Festzuschüsse, Zahnersatz und außervertragliche Leistungen sowie Praxisgebühr und Abrechnungsfragen.

Neben der "Zahnhotline", die Patienten telefonisch, per Mail, Fax oder Brief im Durchschnitt 27-Mal am Tag kontaktieren, bietet die Kammer zusammen mit der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein an den Standorten Flensburg, Heide, Kiel, Lübeck und Norderstedt auch eine persönliche Beratung durch einen neu­tralen Zahnarzt an.

Die stellvertretende Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, Margrit Hintz, sagte dazu: „Insgesamt sehen sich Verbraucherzentrale, Zahnärztekammer und Kassenzahnärztliche Vereinigung in Schleswig-Holstein auf dem richtigen Wege. In diesem Sinne stehen den Verbrauchern in Schleswig-Holstein mit der Zahnhotline und der persönlichen Beratung in der Verbraucherzentrale landesweite Beratungseinrichtungen von hoher Kompetenz und weitgehender Erreichbarkeit zur Verfügung. Wie die Statistik zeigt, steigt die Nachfrage. Daraus kann man einerseits den Bedarf der Menschen nach guten Beratungsangeboten ablesen, andererseits aber auch eine Bestätigung für die Qualität unserer gemeinsamen Beratungsarbeit.“

Stark engagiert und besonders erfolgreich sind die schleswig-holsteinischen Zahnärzte auf dem Gebiet der Prophylaxe bei Kindern. Vor dem sechsten Lebensjahr sind in der gesetzlichen Krankenversicherung für unsere Kinder lediglich zwei Vorsorgeuntersuchungen im Jahr vorgesehen. Gerade in diesem Lebensabschnitt aber entstehen die ersten massiven Kariesschäden und wird der Grundstein für ein gesundes Erwachsenengebiss gelegt. Dem haben die Zahnärzte in Schleswig-Holstein parallel zum kinderärztlichen Untersuchungsheft den „Zahnärztlichen Kinderpass“ entgegen gesetzt. Dieser sieht bis zur Einschulung insgesamt zehn Vorsorgetermine vor, inhaltlich und altersgerecht angepasst an die Individualprophylaxe ab dem sechsten Lebensjahr. Und weil der Grundstein für die Zahngesundheit des Kindes bereits im Mutterleib gelegt wird, gibt es zwei Extratermine für die werdende Mutter.

Küchenmeister: "In einem reformierten Gesundheitssystem kommt es künftig viel stärker auf die Eigenverantwortung der Menschen an. Dabei spielen die Aufklärung und Beratung der Erwachsenen und die Bildung und Erziehung der Kinder eine entscheidende Rolle."