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Zum 60jährigen Bestehen haben Politiker und Partnerorganisationen der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein Innovationsfreude und Gestaltungskompetenz bescheinigt. Deutschlands älteste Zahnärztekammer will auch künftig Neuerungen vorantreiben und sich in die Gesundheitspolitik einmischen.
„Gute Zusammenarbeit hat auch die Eigenschaft, dass sie nicht immer auffällt, sie läuft in vieler Hinsicht geräuschlos. Es werden viele Fragen miteinander geklärt, ohne dass dieses einer großen Aufmerksamkeit bedarf.“ So skizzierte Staatssekretär Dr. Hellmut Körner aus dem Gesundheitsministerium seine Eindrücke über die Zusammenarbeit mit der Zahnärztekammer.
Diese ist nach seiner Beobachtung „geprägt von Vertrauen“. Als Beispiele für die erfolgreiche Arbeit der Kammer wurden zur Jubiläumsveranstaltung in Kiel etwa die Qualitätssicherung oder die Jugendzahnpflege genannt. Kammerpräsident Hans-Peter Küchenmeister sicherte Patienten und Zahnärzten zu, diese Bereiche auch künftig mit der gebotenen Sorgfalt zu fördern. Zugleich setzte er aber weitere Ziele – die Zahnärztekammer Schleswig-Holstein will das Gesundheitswesen von Vorschriften befreien und die Zahnärzte von Bürokratie entlasten. Dazu setzt er auf einen Staat, der nur den Rahmen vorgibt: „Besser als der Gesetzgeber können die Berufsangehörigen und die Selbstverwaltung Lösungen entwickeln und erproben. Sache des Gesetzgebers ist es, ausreichende Planungssicherheit zu schaffen.“
Bestärkt wurde die Kammer darin durch den Präsidenten der Bundeszahnärztekammer Dr. Dr. Jürgen Weitkamp und durch den Bundestagsabgeordneten Dr. Rolf Koschorrek (CDU) aus Bad Bramstedt. Weitkamp bescheinigte den Schleswig-Holsteinern schon zu ihrer Kammergründung, „innovativer, forscher und offensichtlich auch geschlossener im Berufsstand“ gewesen zu sein und sagte: „Ich weiß, dass diese Innovationsfähigkeit treue Nachfolger gefunden hat.“ Koschorrek, Mitglied des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag und selbst niedergelassener Zahnarzt, hob die Bemühungen um das Qualitätsmanagement „als zentrales Thema der Kammerarbeit“ hervor. Koschorrek sagte. „Wir wissen als Zahnärzte in Schleswig-Holstein, dass wir darauf vertrauen können, dass unsere Anliegen von unserer Zahnärztekammer optimal vertreten werden.“