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Wer in Schleswig-Holstein über Fortbildung im Bereich der Zahnmedizin spricht, wird früher oder später den Namen Werner Hahn hören. In freier Praxis war er einst in Heiligenhafen niedergelassen. Weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt aber wurde er als Hochschullehrer und wissenschaftlicher Leiter des Heinrich-Hammer-Instituts der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein.
Am 7. März 1912 wurde Werner Hahn in Trier geboren und begann als 21jähriger das Studium der Zahnmedizin. Bereits drei Jahre später erlangte er seine Approbation als Zahnarzt. In den nachfolgenden Jahren sammelte er Erfahrung in Praxen, als Assistent von Prof. Axhausen in Berlin und in der Charité. Daneben begann er sein Studium der Medizin, das der zweite Weltkrieg zunächst unterbrach. Während der Kriegsjahre arbeitete er als Leiter der Kieferstation in einem Luftwaffen-Lazarett. Noch vor dem Ende des Krieges wurde er Fachzahnarzt für Kieferchirurgie. 1947 wurde ihm die Leitung der Chirurgischen Abteilung der Universitäts- und Poliklinik für Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten in Münster übertragen. 1955 wurde er zum Oberarzt der Klinik und 1961 zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Im gleichen Jahr erfolgte seine Berufung nach Kiel, wo er die Leitung der Chirurgischen Abteilung der Klinik für Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten übernahm und 1965 zum ordentlichen Professor ernannt wurde. 1969 wurde ihm das Ordinariat zuerkannt. Die damit verbundenen Aufgaben hat er bis zu seiner Emeritierung 1980 wahrgenommen. Zwei Jahre später wurde Prof. Dr. Dr. Werner Hahn erster wissenschaftlicher Leiter des neu gegründeten Heinrich-Hammer-Instituts, der zentralen Fortbildungseinrichtung der Zahnärztekammer Schleswig-Holsteins. Diese Aufgabe erfüllte er zwanzig Jahre lang mit großer Begeisterung. Als er im März 2002 symbolisch den Schlüssel des Hauses an seinen Nachfolger, Prof. Franz Härle, weitergab, verriet er das Rezept seines tätigen Lebens und seiner erfolgreichen Arbeit für die Fortbildung: „Das alles war nur möglich, weil ich leidenschaftlich gerne Zahnarzt bin.“
Für seine vielfältigen Verdienste ist Werner Hahn im In- und Ausland oft geehrt worden. Er erhielt die Goldmedaille der Società Italiana di odonto-stomatologia e chirurgia maxilo-facciale, deren korrespondierendes Mitglied er 1961 wurde. Seit 1965 ist er persönliches Mitglied der World Dental Federation (FDI), auf deren Tagungen er weltweit viel beachtete Vorträge hielt. Er war Gutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Mitglied des Reference-Zentrums für präkanzeröse Bedingungen der Weltgesundheitsorganisation. Er ist Fellow der International Association, Member of Scientific Programm-Committee, sitzt im Vorstand der Akademie Praxis und Wissenschaft, der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde und ist korrespondierendes Mitglied der Gesellschaft für Rechtsmedizin. Neben anderen Auszeichnungen wurde ihm die Goldene Ehrennadel des Bundesverbandes Deutscher Zahnärzte, die Semmelweis-Medaille der Universität Budapest und die Fortbildungsmedaille der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein verliehen.