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(ZÄK SH) Nächtliches Zähneknirschen betrifft zu 80 Prozent junge Frauen – warum, ist noch weitgehend ungeklärt. Dabei werden mit enormem Druck leere Kaubewegungen ausgeführt. Fest steht, es gibt seelische und körperliche Ursachen dafür. Bei großem Stress werden Probleme im Schlaf oft immer wieder buchstäblich durchgekaut. Aber auch unbrauchbar gewordener Zahnersatz oder Zahnlücken können dazu führen, dass unbewusst versucht wird, das im Mund Störende wegzukauen. Hans-Peter Küchenmeister, Präsident der Zahnärzte¬kammer Schleswig-Holstein, warnt vor den ernsten Folgen. In schlimmen Fällen können Zähne bis auf kleine Stümpfe abgerieben werden. Kiefergelenke und –muskulatur schmerzen. Verspannungen und Schmerzen im Nacken-, Schulter-, Schläfen- oder Ohrenbereich und sogar im Rücken können folgen. Auch ein Zusammenhang mit Seh- und Konzentrationsstörungen, Tinnitus und Trigeminusneuralgie ist beobachtet worden. Wer unter ähnlichen Beschwerden bei unklarem Befund leidet, sollte auf jeden Fall auch seinen Zahnarzt aufsuchen.