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(ZÄK-SH) Die jährliche Fortbildungstagung der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein vom 5. bis 9. Mai steht diesmal ganz im Zeichen eines runden Jubiläums: Vor 50 Jahren fand am Tagungsort Westerland auf Sylt die erste Veranstaltung dieser Art statt. Grund genug nicht nur für besondere Programmpunkte, sondern auch für ein Thema mit Weitblick: "Zahnmedizin - die Zukunft hat schon begonnen", lautet das diesjährige Leitmotiv. 19 namhafte Referenten aus dem In- und Ausland werden das facettenreiche Seminarprogramm gestalten, parallel findet zum selben Thema eine Fortbildung für die zahnmedizinischen Fachan-gestellten der Praxen statt.
"Die Zahnmedizin entwickelt sich rasant weiter - hier als Praktiker auf dem Stand der Zeit zu bleiben, wird zunehmend schwieriger. Wir sind daher gespannt auf die Aussagen unserer Referenten: Was gibt es an Innovationen in der Zahnmedizin, was hat sich klinisch bewährt und wo sollte man mit der Praxisanwendung lieber noch etwas warten?", erklärt Kammerpräsident Hans-Peter Küchenmeister. Auch Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin Dr. Gitta Trauernicht hofft, dass "das die Tagung Impulse insbesondere für die prophylaktische Zahnvorsorge erbringt"./p>
Wie in den Vorjahren oblag es Dr. Michael Brandt, Vizepräsident der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein und Vorstand für Fortbildung und seinem Team, die Veranstaltung von langer Hand vorzubereiten. Eine anspruchsvolle Aufgabe, genießt die Fortbildung doch weit über die Grenzen des Bundeslandes hinaus einen renommierten Ruf und lockt mehr als tausend Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet.
"Wir legen Wert darauf, dass die Vorträge viele praxisnahe Anregungen zur konkreten Umsetzung geben. Dass wir die Tagungsgebühr bewusst günstig kalkulieren, ist ein zusätzlicher Anreiz - ebenso wie das reizvolle Umfeld der Insel Sylt: Gerade viele der jüngeren Kollegen reisen mit ihren Familien zur Tagung an, andere verlängern den Besuch um einen Kurzurlaub", weiß Dr. Michael Brandt.
Den traditionellen - und bewusst fachfremden - Eröffnungsvortrag der Tagung wird in diesem Jahr Professor Dr. Dr. h. c. mult. Winfried Ulrich vom Germanis-tischen Seminar der Universität Kiel halten. Er referiert zum Thema "Worüber lachen wir eigentlich? Zur Psychologie und Linguistik des Witzes und anderer pointierter Texte".
Als 1959 in Westerland die 1. Fortbildungstagung der Zahnärztekammer Schles-wig-Holstein abgehalten wurde, hätte wohl niemand den dauerhaften Erfolg geahnt. 257 Teilnehmer informierten sich damals bereits vier Tage lang über Aktuelles in der Zahnmedizin. Es dauerte bis 1976, als die ersten Seminare das Vortragsprogramm ergänzten: "Praktikable Mundhygiene als Karies- und Parodontalprophylaktikum in der Praxis und Zuhause" sowie "Technik der Compositefüllung" lauteten die beiden ersten Themen. 1983 kam es bei der Tagung zum bundesweit ersten Einsatz des Kariestunnels. 500 Teilnehmer wurden in jenem Jahr registriert.
1990 macht sich die deutsche Wiedervereinigung auch bei der Fortbildung bemerkbar: Erstmalig sind nun auch Zahnärzte und Zahnarzthelferinnen aus der ehemaligen DDR dabei. Ein Jahr später richtet sich der Focus auf ein anderes Nachbarland: Premiere für einen Fortbildungstag speziell für die Teilnehmer aus Dänemark. 2002 bietet als Novum den "Praxistag", der für die Teilnehmer komprimiertes Wissen bereit hält. Ein Jahr später wird mit 1033 Teilnehmern erstmalig eine magische Grenze übersprungen. Und 2006 wird mit der "Kinder-Zahnheilkunde" erstmals ein Thema in Kooperation mit einer wissenschaftlichen Fachgesellschaft ausgestaltet.