Zahnärztekammer Schleswig-Holstein - Pressemeldung

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Logo der Zahnärztekammer S.H.

Zahnmediziner hatten erfolgreiche Fortbildung

(ZÄK SH) Mit hochkarätigen Vorträgen von Fachreferenten von Kiel bis Genf endet am heutigen Freitag die 47. Fortbildungstagung der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein in Westerland auf Sylt. Mit insgesamt 1.088 Teilnehmern im Laufe der fünftägigen Fortbildung konnte die magische vierstellige Hürde nach 2003 und 2004 zum dritten Mal übersprungen werden. Zahnärzte und Zahnarzthelferinnen aus dem gesamten Bundesgebiet und sogar aus Österreich, der Schweiz und Spanien waren auf die Nordseeinsel gereist, um sich intensiv mit dem Thema "Minimalinvasive Zahnmedizin" zu beschäftigen, sprich: Wie behandelt man den Patienten so schonend wie möglich?

Für den Erfolg machte Kammerpräsident Hans-Peter Küchenmeister mehrere Faktoren verantwortlich: "Wir hatten renommierte Hochschullehrer und erfahrene Praktiker als Referenten. Das Programm fußt auf wissenschaftlichen Grundlagen und ist zugleich praxisorientiert. Angesichts dieser Teilnehmerzahl hat sich die Veranstaltung erneut als herausragender Zahnärztekongress in Deutschland behauptet." In 45 Vorträgen und Seminaren gaben 15 kompetente Referenten aus dem In- und Ausland ihr Wissen weiter. Ständige Fortbildung sei für Zahnärzte eine hohe Selbstverpflichtung, so Küchenmeister, nach einer Studie des Instituts der Deutschen Zahnärzte haben allein im Halbjahr 2004 über 92 Prozent der Zahnärzte eine Fortbildungsveranstaltung besucht.

In seiner Eröffnungsansprache ging Küchenmeister mit der Gesundheitspolitik hart ins Gericht: "Wir bemühen uns um minimalinvasive Therapien, um Eingriffe am Patienten so gering wie möglich zu gestalten, um den Patienten zu schonen! Doch wer schont uns? Wir Zahnärzte erleiden maximalinvasive Eingriffe der Politik und des Bundesgesundheitsministeriums in unsere Selbstverwaltung, in unsere Praxisabläufe, in das Vertrauensverhältnis zwischen unseren Patienten und uns. Die Folgen sind: Wachsende Auflagen, wachsende Bürokratie und wachsende Einkommenseinbrüche für die Praxen."

Zum Ende der diesjährigen Seminarwoche galt der besondere Dank von Vizepräsident und Vorstand für Fortbildung, Dr. Michael Brandt allen Teilnehmern, die im Westerländer Veranstaltungszentrum die ganze Woche über für ein volles Haus sorgten. Sie hätten erhebliche Zeit und Kosten investiert, um in den Praxen mit den neuesten und substanzschonendsten Methoden behandeln zu können.

Dr. Michael Brandt gab seiner Hoffnung Ausdruck, viele der Teilnehmer auch im nächsten Jahr wieder begrüßen zu können: Die 48. Fortbildungstagung in Westerland findet vom 29. Mai bis zum 2. Juni 2006 statt und steht unter dem interessanten Leitthema "Kinderzahnheilkunde".